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Projekt: "Age-friendly Region"

Hintergrund:

Chance B hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität in der Oststeiermark dadurch zu verbessern, dass es länger als bisher möglich wird, im Alter zu Hause zu leben. Chance B hat seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich zahlreiche Dienstleistungen für Menschen in der Region auf- und ausgebaut. Durch die neuen Themenbereiche Gesundheit und Alter bieten wir nunmehr Dienstleistungen für alle Altersgruppen und Problemlagen entlang der Lebenslinie.

Das Projekt „Age-friendly Region“ soll ein längeres Leben im Alter zu Hause vor allem dadurch ermöglichen, dass Familien bedürfnisgerecht unterstützt werden. Um möglichst autonome Entscheidungen älterer Menschen auch bei eintretender Abhängigkeit von familiärer und professioneller Hilfe, Betreuung, Pflege und Unterstützung zu Hause möglich zu machen, braucht es mehr Management, Koordination und einen teilweisen Ausbau adäquater mobiler und ambulanter Dienstleistungen in der Region – das „Case und Care Management“.

Für den Aufbau von Case und Care Management orientieren wir uns an der Definition der Österreichischen Gesellschaft für Case Management, welche sich beispielsweise in einem ähnlichen Vorhaben in Vorarlberg bewährte.

Das Land Steiermark plant seine Aktivitäten auf Basis des „Bedarfs- und Entwicklungsplan Pflege“. Darin ist ein teilweiser Abbau der Pflegeheimkapazitäten ebenso vorgesehen, wie die Stärkung und der Ausbau mobiler und ambulanter Pflegedienstleistungen inklusive der Steiermark weiten Etablierung von Case und Care Management. Während für die Aufnahme und Entlassung in Krankenanstalten bereits seit längerem EntlassungsmanagerInnen eingesetzt werden, um die Versorgung zu Hause sicherzustellen, fehlt ein Bindeglied für die Organisation des Einsatzes der mobilen Hilfen und der speziellen Ressourcen für bessere Entscheidungen in komplexen Fragestellungen rund um das Thema "Altern & Pflege".

Projektziele:

Das Ziel des Projekts ist, einen neuen Gesundheitsdienst aufzubauen, der in engem Kontakt mit älteren Menschen und ihren Angehörigen über die Möglichkeiten in den Bereichen Pflege und Betreuung in der Oststeiermark informiert und einen bedürfnisgerechten Hilfeplan erarbeitet. „Case ManagerInnen“ versuchen, im Rahmen jeder Fallbetreuung die Ressourcen der Familien zu stärken und gemeinsame Lösungswege zu suchen, die an die Bedürfnisse des Familiensystems anschließen. Dann arbeiten sie mit den Betroffenen zusammen, um zu den erwünschten Leistungen einen adäquaten Zugang zu erhalten.

Um eine solche optimale Fallbegleitung zu erreichen, muss „Case Management“ von einem zweiten Element, dem „Care Management“ begleitet werden. Das heißt vereinfacht gesagt, dass sich im Rahmen von Care Management die Financiers und Anbieterorganisationen aus den Bereichen Medizin, Pflege, Soziales und Gemeinwesen regelmäßig mit den in einzelnen Fällen sichtbaren Problemen beschäftigen, die Kommunikation an den Nahtstellen im Hilfesystem verbessern sowie fehlende Hilfsangebote und innovative, neue Ansätze initiieren.

Aktivitäten und Meilensteine:

  • Entwicklung eines regionalen Modells für Case und Care Management in enger Kooperation mit dem Land Steiermark und Anbieterorganisationen im Pflegebereich sowie
  • Kontinuierliche Weiterentwicklung durch transnationalen Austausch und Lernen von den Erfahrungen anderer
  • Implementierung von Case und Care Management im Rahmen von Pilotversuchen in der Oststeiermark für mindestens 100 Familien sowie für mindestens ebenso viele in Westungarn
  • Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen unter Einbeziehung struktureller, familiärer und persönlicher Ressourcen
  • Wissenschaftliche Bewertung und Aufbereitung der Projektergebnisse
  • Nachhaltige Verankerung von Case und Care Management in der Oststeiermark für die Zeit nach Ende des Projekts „Age friendly region“
  • Intensive grenzüberschreitende Kooperation bei der Verbesserung der Voraussetzungen für gesundes Altern und autonome Pflegeentscheidungen in den beteiligten Regionen

Projektpartnerschaften:

Im Interreg-Projekt „Age-friendly Region“ kooperieren fünf Vertragspartner und Regionen:

  • Chance B für die östliche Steiermark übernimmt im Projekt die Leadpartner-Rolle.
  • Sozial- und Gesundheitszentren der ungarischen Regionen (Komitate) Györ, Szombathely und Zalaegerszeg
  • European Centre for Social Welfare Policy and Research in Wien als wissenschaftlicher Projektpartner inkl. Evaluierung

Darüber hinausgehend kooperieren wir mit dem Land Steiermark und verschiedenen regionalen Gesundheits- und Sozialeinrichtungen.

Finanzierung:

  • Programm "INTERREG U-A 2014 bis 2020" für grenzüberschreitende Kooperationen - mind. 85 % Finanzierung für alle Partner
  • Pro Vertragspartner: Finanzierungsmix für 15 % Eigenmittel, u.a. aus dem Fonds Gesundes Österreich

Daten zum Projekt „Age-friendly Region“:
Laufzeit: 2017 – 2019
Projektregion: Bezirke Weiz und Hartberg/Fürstenfeld, ungarische Komitate Györ, Szombathely und Zalaegerszeg
Förderung: Interreg-Programm, regionaler Finanzierungsmix
Leitung: DSA Christoph Pammer, MPH, MA

In Zusammenarbeit mit dem Land Steiermark/Resort Gesundheit.

Kontakt:

DSA Christoph Pammer, MPH, MA

Projektleitung "Age-friendly Region"
Telefon: 0664/60409 159
E-Mail: christoph.pammer@chanceb.at