Suche:
 
> Home > Projekte

Projekte

  

EQF meets ECVET

Modularisierung und Anerkennung beruflicher Grundausbildungen durch ECVET und EQF

November 2013 bis Oktober 2015


Warum haben wir das Projekt EQF meets ECVET gemacht?

Für manche Menschen ist es schwierig, eine anerkannte Berufsausbildung zu machen. Zum Beispiel für Menschen mit einer Lernbehinderung. Oder für Menschen mit einer anderen Muttersprache. Oder für Menschen, die ihre Ausbildung abgebrochen haben.

Ohne Berufsausbildung und ohne anerkanntes Zeugnis ist es aber schwierig, einen Arbeitsplatz zu finden.


Für diese Menschen soll es leichter werden, eine Berufsausbildung zu machen und auch am lebenslangen Lernen teilzunehmen.

Das geht, indem die Berufsausbildungen besser zu den Bedürfnissen dieser Lernenden passen. Und daran haben wir in diesem Projekt gearbeitet.

Worum ist es im Projekt EQF meets ECVET gegangen?

Eine Form für so eine passende Berufsausbildung wurde im Projekt „NQF Inclusive“ entwickelt. Berufliche Grundausbildungen wurden dort auf Stufe 1 und 2 des Nationalen Qualifikationsrahmens beschrieben.
Wollen Sie Informationen zu NQF Inclusive oder zum Nationalen Qualifikationsrahmen lesen? Dann klicken Sie bitte direkt auf diese Wörter.

Eine andere Form ist die, dass Berufsausbildungen in einzelne Teile aufgeteilt werden. Diese Teile nennt man Module.
Dadurch soll es für Lernende möglich werden, dass sie Schritt für Schritt lernen können. Manche Menschen lernen dann nur einzelne Module. Manche lernen mit der Zeit vielleicht alle Module. Auf jeden Fall muss man dann nicht die ganze Ausbildung auf einmal machen.
Außerdem wird genau gezeigt, was jemand gelernt hat. Und das hilft bei Suche nach einem Arbeitsplatz!

Im neuen Projekt EQF meets ECVET wurde ausprobiert, wie man Berufsausbildungen in mehrere sinnvolle Module aufteilt. Jedes Modul besteht aus mehreren Lernergebnissen. Für das Bilden der Module haben wir das ECVET System verwendet. Was das ist, wird weiter unten erklärt.

Zusätzlich haben wir uns ein Modell überlegen, damit jedes einzelne Modul offiziell anerkannt wird. Und dass man nicht nur für die ganze Ausbildung ein anerkanntes Zeugnis bekommt.
In jedem Land in Europa gibt es eine Behörde, die einen Nationalen Qualifikationsrahmen erarbeitet. Mit diesen Behörden haben wir in 3 Partnerländern dieses Modell erarbeitet und getestet.

Wer hat mitgearbeitet?

Im Projekt EQF meets ECVET haben diese 6 Partner-Organisationen mitgearbeitet:

  • Die Chance B aus Österreich, wir haben das Projekt geleitet.
  • VDC POLŽ Maribor aus Slowenien
  • Das FormAzione Co&So Netzwerk aus Italien
  • Die Chiemgau-Lebenshilfe-Werkstätten GmbH – CLW aus Deutschland
  • Vytauto Didžiojo universitetas – VDU aus Litauen
  • Der Europäischer Dachverband der Dienstleistungsorganisationen für Menschen mit Behinderungen aus Belgien

Außerdem haben uns folgende Behörden unterstützt:

  • Das Bundesministerium für Bildung und Frauen aus Österreich
  • Das Center Republike Slovenije za poklicno izobraževanje aus Slovenien
  • Die Regione Toscana - Settore Formazione e Orientamento aus Italien


Was ist EQF?

Es gibt einen europäischen Qualifikationsrahmen. Der heißt EQF.

Der europäische Qualifikationsrahmen hilft dabei,
verschiedene Ausbildungen miteinander zu vergleichen.

Er besteht aus 8 verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Alle Ausbildungen können 1 dieser Stufen zugeordnet werden. Je nach dem, wie schwierig sie sind.
Nach der Zuordnung zu 1 Stufe können verschiedene Ausbildungen miteinander verglichen werden. Man kann auch Ausbildungen aus verschiedenen europäischen Ländern vergleichen.

Durch dieses Vergleichen soll das lebenslange Lernen gefördert werden. Und es soll leichter werden, für eine Ausbildung oder für einen Job in ein anderes Land zu gehen.

Im EQF kann auch zugeordnet werden, was jemand zum Beispiel direkt beim Arbeiten gelernt hat. Oder beim Zuschauen. Dadurch können auch diese Lernergebnisse offiziell anerkannt werden und man bekommt ein offizielles Zeugnis dafür. In diesem Zeugnis steht dann die Schwierigkeitsstufe der Lernergebnisse. Die zeigt dann an, was jemand weiß und was er kann.

Was ist ECVET?

ECVET bedeutet auf Deutsch: Europäisches Leistungspunkte-System für berufliche Bildung.

Mit ECVET soll es leichter werden, Teile einer Ausbildung in einem anderen Land zu machen. Mit ECVET kann man nämlich gut zeigen, was man zum Beispiel in einem Praktikum im Ausland schon gelernt hat.
Das Gelernte kann man sich dann im eigenen Land anrechnen lassen. Dann braucht man über diese Lernergebnisse zu Hause nicht noch einmal eine Prüfung machen.

Ein wichtiger Grundsatz bei ECVET ist, dass die Ausbildung durch die Lernergebnisse beschrieben wird. Lernergebnisse, die zusammen passen, werden zu Einheiten zusammengefasst. Zum Beispiel alle Lernergebnisse zur Hygiene.
Die Lernergebnis-Einheiten sind die Grundlage für die Leistungspunkte. Diese Punkte kann man dann sammeln. Zum Beispiel bekommt man für die Lernergebnisse aus einem Praktikum eine bestimmte Anzahl an Punkten. Die werden dann im eigenen Land angerechnet. Dadurch braucht man dann zu Hause nicht mehr so viele Punkte schaffen.

In EQF meets ECVET haben wir ECVET dafür genützt, Lernergebnis-Einheiten zu bilden.

Was verbindet EQF und ECVET?

ECVET und EQF sind sich ähnlich. Bei beiden geht es darum, die Lernergebnisse gut sichtbar zu machen. Außerdem sollen sie das Lernen und Arbeiten in einem anderen Land erleichtern. Und das lebenslange Lernen.

Zusätzlich eröffnet ECVET auch neue Möglichkeiten für Lernende in ihrem eigenen Land.
Denn ECVET ermöglicht das Vergleichen von Lernergebnis-Einheiten aus ähnlichen Berufsausbildungen. Durch die Anerkennung von bereits gelernten Lernergebnis-Einheiten kann man leichter in eine andere Ausbildung wechseln. Und es ist leichter, noch eine ähnliche Ausbildung dazu zu machen. Dadurch wird lebenslanges Lernen erleichtert.

Weitere Informationen finden Sie unter www.eqfmeetsecvet.eu .

Eine CD mit der Zusammenfassung der Ergebnisse erhalten Sie nach Bestellung in der Chance B oder auf www.eqfmeetsecvet.eu

Kontakt:

Mag.a Marion Bock

Projekte, Forschung und Entwicklung
E-Mail: marion.bock@chanceb.at

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.