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Vetworks - Qualität von Netzwerken

Um Menschen mit Behinderungen erfolgreich in die Arbeitswelt zu vermitteln, braucht es ein gutes Netzwerk. Offen bleibt oft, wie effektiv man dabei zusammenarbeitet. Im EU-Projekt VETWORKS werden die Erfolgsfaktoren erstmals systematisch untersucht.

„Meist sind wir uns über Effektivität der Zusammenarbeit innerhalb eines Netzwerkes gar nicht so im Klaren“, erklärt Eva Skergeth-Lopic. „Die Sicht auf das Ergebnis steht im Vordergrund. Qualität und Quantität des Ressourceneinsatzes innerhalb des Netzwerks werden im Arbeitsalltag nicht systematisch betrachtet und können deshalb auch nicht als erfolgreich präsentiert werden. Mit der Teilnahme der Chance B an dem EU-Projekt Vetworks (Quality in VET-Networks) lernt die Chance B ein bewährtes Evaluationssystem kennen.

„VET“ steht für „vocational education and training = berufliche Ausbildung und Training”. VETWORKS hat das Ziel, die Qualität von VET-Netzwerken zu erhöhen. SPEAK (Strategische Planung, Evaluation und Wissensmanagement) steht dabei als Softwarelösung zur Verfügung und unterstützt Netzwerke, Organisationen und Projekte bei der Selbstevaluierung. SPEAK veranschaulicht die Qualität der Zusammenarbeit mit Zahlen und Fakten. Das Ergebnis dieser Evaluierung hilft, die Potenziale für Verbesserung und mehr Effektivität zu erkennen.

„Netzwerke werden immer wichtiger“
Die Chance B nutzt die Möglichkeit, eines ihrer Netzwerke im Umfeld der Sozialökonomischen Betriebe und der Arbeitsberatung zu evaluieren. Die Sozialökonomischen Betriebe (SÖB) der Chance B beispielsweise machen im Auftrag des AMS fit für den (Wieder-)einstieg in den Arbeitsmarkt. Am Ende eines sechs- oder zwölfmonatigen Praktikums im Gartenbereich, der Näherei oder der Küche unterstützen die Arbeitsberater/innen der Chance B die Menschen, einen Arbeitsplatz in der Wirtschaft zu finden.

„Ohne eine Vielzahl von persönlichen Kontakten und ohne intensive Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure ist einer erfolgreiche berufliche Integration kaum möglich“, sagt Thomas Matzer. Er ist seit 18 Jahren Arbeitsberater bei der Chance B und vermittelt gemeinsam mit seiner Kollegin Elisabeth Reicht pro Jahr etwa 40 Personen an Unternehmen und Betriebe. „Ziel ist eine dauerhafte Integration im sogenannten ersten Arbeitsmarkt.“

Die Sozialökonomischen Betriebe, die Arbeitsberatung, das AMS und die Unternehmen in der freien Wirtschaft haben das gemeinsame Ziel, Arbeitsmöglichkeiten für behinderte und benachteiligte Menschen zu schaffen. Dieses Netzwerk rund um berufliche Ausbildung und Training ist dabei sehr erfolgreich, wie Gottfried Walter, der Leiter der Gleisdorfer AMS-Geschäftsstelle bestätigt. Was aber genau den Erfolg ausmacht, wurde bisher nicht untersucht. Der Einsatz der Speak-Software hilft, die Erfolgsfaktoren herauszufinden.

CONTACT POINT: SPEAK

Projektlaufzeit Oktober 2009 bis Oktober 2011

Projektveranwortliche:
Oktober 2009 bis Dezember 2010: Mag.a Eva Skergeth-Lopic und Mag.a Birgit Mahrle-Haas.

Jänner 2011 bis Oktober 2011: Mag.a Eva Skergeth-Lopic und Mag. Helmut Römer